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Museumshafen & Fangenturm
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Museumshafen & Museumswerft

Tjalke, Ewer, Ketsch & Schoner im größten Museumshafen Deutschlands

Der Greifswalder Museumshafen ist mit seinen rund 50 Schiffen der größte Museumshafen Deutschlands. Historische Schoner, Schlepper und Barkassen säumen den Fluss „Ryck“ zu beiden Seiten und erinnern an die Blütezeit der Segelschifffahrt Mitte des 19. Jahrhunderts. Hinweistafeln vor den Schiffen informieren über Schiffstyp, Baujahr und Geschichte. Einige der Schiffe gehen noch auf Fahrt und nehmen Gäste für einen Segeltörn mit an Bord, andere wurden zu Restaurantschiffen umgebaut und tragen so wohlklingende Namen wie Tortuga, Schwalbe II und Pomeria. Insbesondere an lauen Sommerabenden füllt sich der Museumshafen mit Studierenden, Einheimischen und Gästen, die ihren Tag bei einem Glas Wein ausklingen lassen.

Besucher sollten sich die Zeit nehmen, um den Museumshafen sowohl auf der südlichen Ryckseite (Hafenstraße) als auch auf der nördlichen Ryckseite (Salinenstraße) zu erkunden. Beide Hafenbereiche sind durch eine Fußgängerbrücke miteinander verbunden. An der südlichen Hafenkante fällt der Fangenturm aus dem Jahre 1329 ins Auge. Als Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlage gehört er heute zur Route der Backsteingotik und beherbergt das urige Büro des Hafenmeisters. Auf der nördlichen Ryckseite treffen Geschichte und Moderne aufeinander. Neben der Museumswerft befinden sich hier die Werkshallen des weltweit drittgrößten Herstellers von Segelyachten.

Greifswalder Museumswerft – Historischer Holzschiffbau & Kulturstätte

Die Greifswalder Museumswerft befindet sich auf der nördlichen Seite des Ryck und wurde 2001 als Selbsthilfewerft für Eigentümer historischer Holzschiffe gegründet. Bis in das 19. Jahrhundert befanden sich im Museumshafen mehrere Werften, die sich insbesondere auf den Bau und später auf die Reparatur von Holzkuttern für die Fischereiwirtschaft spezialisierten. Mit dem Niedergang der Segelschifffahrt musste ein Großteil der Werften ihren Betrieb einstellen. Lediglich die Buchholz’sche Werft von Willi Buchholz konnte überleben und bis heute bewahrt werden. Die alten Werfthallen und Schuppen sind ein beliebter Treffpunkt passionierter Bootsbauer und Segler und im Rahmen von Führungen zu besichtigen.

Headerfoto: © Vincent Leifer

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