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Uni-Hauptgebäude & Rubenowdenkmal
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Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Die historischen Universitätsgebäude

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald wurde 1456 auf Initiative des Greifswalder Bürgermeisters Heinrich Rubenow gegründet und ist damit nach Rostock die zweitälteste Universität im Ostseeraum. Zum historischen Universitätscampus, der sich zwischen den beiden Kirchen St. Nikolai und St. Jacobi erstreckt, gehören das spätbarocke Universitätshauptgebäude sowie die backsteinernen Gebäude Audimax, Alte Bibliothek und Sternwarte. Auch der Botanische Garten befand sich einst innerhalb der Stadtmauern, wurde jedoch aufgrund von Platzmangel an seinen heutigen Standort verlegt.

Universitätshauptgebäude

Zu den wohl prächtigsten Bauten der Universität gehört das Hauptgebäude in der Domstraße, in dem sich einst die Hörsäle und Wohnungen der Professoren befanden und heute der Sitz des Rektorats. Der Renaissancebau wurde in seinen Ursprüngen 1596 erbaut und unter schwedischer Krone von 1747 bis 1750 nach Plänen des Mathematikers und Architekten Andreas Meyer neu errichtet. Die Aula gehört zu den schönsten barocken Festsälen im Land und wird bis heute für Empfänge und Konzerte genutzt. Auch der Konzilsaal mit seiner Sammlung von Professorenportraits des Malers Wilhelm Titel (1784-1862) ist einen Besuch wert.

Auditorium Maximum

Das Auditorium Maximum wurde von 1884 bis 1886 vom Greifswalder Universitätsbaumeister Paul Emil Hofmann errichtet. Aufgrund der steigenden Studierendenzahlen brauchte man Platz und schuf das damals größte Hörsaalgebäude mit Platz für bis zu 400 Studierende. Zu den Besonderheiten des Gebäudes gehört der ehemalige Studentenkarzer, in dem zwischen 1885 und 1914 jene Studenten inhaftiert wurden, die wegen Trunkenheit und anderer disziplinarischer Verstöße aufgegriffen wurden. Noch heute zeugen die Wände des Karzers von den Gedanken und Sünden der Insassen. Für Besucher ist der Karzer nur im Rahmen der Universitätsführung zu besichtigen.

Alte Universitätsbibliothek

Die Alte Universitätsbibliothek wurde von 1880 bis 1882 nach Plänen der Architekten Martin Gropius (1824-1880) und Heino Schmieden (1835-1913) errichtet. Heute beherbergt die Alte Bibliothek vor allem Spezialsammlungen wie die „Pomeranica“ mit ihren 30.000 Bänden.

Sternwarte

Bis zum Ende des 2. Weltkriegs wurde die 1891 erbaute Sternwarte für die Forschung und Lehre genutzt. Seit 1992 ist die Greifswalder Sternwarte im Besitz eines Vereins, der sich um die Pflege und Instandhaltung kümmert und in regelmäßigen Abständen Sternwartenführungen und Himmelsbeobachtungen organisiert.

Headerfoto: © Marc Waschkau

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